Auch im Sommer: Bei Kälte muss der Vermieter die Heizung einschalten

Heizstrom -

Nicht nur zur Weihnachtszeit – manchmal schneit es auch an Ostern … Oktober bis April – dieser Zeitraum gilt gemeinhin als „Heizperiode“ in unseren Gefilden. Was aber, wenn das Wetter sich nicht an den Zeitplan hält? Je nach Jahr und Region kann es beispielsweise auch im August empfindlich frisch sein. Wenn dann die Wohnung kalt bleibt, weil der Vermieter die Heizung nicht in Betrieb nimmt, müssen Sie das als Mieter nicht hinnehmen.

Wenn die Wohnung kalt bleibt, können Sie dem Vermieter einheizen

Wohlige Wärme im Heim ist quasi ein Grundrecht des Mieters. Wobei die Vorstellungen von Behaglichkeit weit auseinander liegen können. Als Faustregel gilt: Bei weniger als 18 Grad Celsius brauchen Mieter nicht zu bibbern. Fällt das Außen-Thermometer an mehr als zwei Tagen unter die akzeptable Marke, dann muss die Heizung eingeschaltet werden.

Ein „zeitgemäßer Wohnstandard“ ist zu gewährleisten. Das hat der Bundesgerichtshof einmal entschieden. Etwas exakter heißt das: Mindestens 20 bis 22 Grad sollten es schon sein in der Zeit zwischen 6 und 24 Uhr. In den übrigen Stunden der Nacht darf die Temperatur nicht unter 17 Grad sinken.

Zu kalt, zu kurz, zu laut? Ihre Rechte als Mieter, wenn es ums Heizen geht

Wenn nun die Heizung aber nicht läuft oder nicht genug Wärme spendet? Dann hat der unfreiwillige „Kalt-Mieter“ unter Umständen das Recht, die Miete zu kürzen. Oder – bei Totalausfall der Heizung – die Miete womöglich sogar ganz einzubehalten.

Umgekehrt kann eine Mietminderung auch in Betracht kommen, wenn die Heizung auf Hochtouren läuft – und zwar zu laut. Bollert das Heizsystem in unzumutbarer Weise, muss der Vermieter die Ursache klären und Abhilfe schaffen.

Wichtig ist immer ein Blick in den Mietvertrag. Was ist dort vereinbart? Wobei einzelne Regelungen durchaus auch nichtig sein können. Im Zweifel hilft ein Anwalt.

 


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