Die Wärmepumpe: Vorteile und Nachteile für Hausbesitzer

Wärmepumpe -

Wann sich eine Wärmepumpe lohnt – und wann nicht

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Die Wärmepumpe hat sich in den letzten Jahren von einer eher exotischen Heizmethode zu einer echten Alternative für viele Immobilienbesitzer entwickelt – ein Standardheizsystem, wie n-tv berichtet.

Angesichts der zunehmenden Vielfalt an Heizsystemen stellt sich bei Neubau oder Sanierung mehr denn je die Frage: Welche Heizung soll ich verbauen? Vom Blockheizkraftwerk bis zur Fernwärme – noch nie war die Auswahl so groß. Gibt es gute Gründe für den Trend zur Wärmepumpe? Konkret: Für wen lohnt sich eine Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe – im Prinzip ganz einfach

Die Wärmepumpe gewinnt natürliche Wärme aus dem Erdboden und aus der Luft. Das klingt zunächst gut, denn das Verfahren schont die Umwelt. Ein weiterer Vorteil: Erdwärme gibt es immer, warme Luft häufig – und beide Energiequellen sind  kostenlos. Das heißt nun freilich noch nicht, dass die Wärmepumpe zu 100 Prozent kostenlos heizt. Etwa ein Viertel der generierten Energie wird mit Strom erzeugt. Das ist im Vergleich zu anderen Heizsystemen ein beinahe konkurrenzlos günstiger Wert. Selbst bei steigenden Strompreisen sparen die Betreiber einer Wärmepumpe enorm bei den laufenden Nebenkosten. Beziehen sie obendrein Ökostrom, ersparen sie auch der Umwelt eine Menge Emissionen.

Welches System für welches Gebäude?

In der Anschaffung sind Wärmepumpen nicht gerade ein Schnäppchen. Der Kauf amortisiert sich für Privathaushalte nach Angaben des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme in der Regel erst nach Jahrzehnten. Sehr genau geprüft werden sollte, welche Anlage sich im jeweiligen Fall am besten eignet.

Drei Systeme stehen zur Auswahl: die Luft-Luft-, die Luft-Wasser- und die Sole-Wasser-Wärmepumpe. Letztere weist hohe Effizienz und niedrige Betriebskosten auf, ist andererseits vergleichsweise teuer in der Anschaffung. Ihre Installation lohnt für Ein-Familien-Häuser häufig nicht. Luft-Wasser-Anlagen sind in der Regel die günstigsten beim Kauf, Luft-Luft-Anlagen lassen sich in Niedrigenergie- und Passivhäusern besonders effektiv nutzen.

Unerlässlich sind ein intensiver Vergleich und eine exakte Kalkulation, bevor eine solche Anlage verbaut wird. Gerade bei Altbauten ist Vorsicht geboten – die Vorteile der Heizmethode Wärmepumpe lassen sich am besten in gut sanierten Gebäuden nutzen.

Es gibt Fördergelder – aber nicht für alle

Wenn es um umweltfreundliche Energie geht, schießt Vater Staat hier und da gern etwas zu. So auch bei Wärmepumpen. Aber Obacht: Nicht jede Anlage wird gefördert. Die Jahresarbeitszahl ist entscheidend. Sie wird anhand der Gebäudedaten ermittelt. Voraussetzung für den finanziellen Zuschuss ist zudem, dass die Wärmepumpe nachträglich in ein vorhandenes Heizsystem integriert wird, für Neubauten gibt es keine Förderung. Es sei denn, die Anlage leistet mehr als 100 Kilowatt – was für Ein-Familien-Häuser unrealistisch ist.

Es lohnt sich also, sich vorab genau zu informieren, ob eine Wärmepumpe das richtige Heizsystem ist und ob Fördergelder beantragt werden können – und wann der Antrag zu stellen ist.

Spezielle und günstige Tarife für den benötigten Strom finden Interessenten inzwischen bundesweit.

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