Fußbodenheizung: Wohlige Wärme von unten

Fußbodenheizung -

Fußbodenheizungen erfreuen sich heute großer Beliebtheit. Kein Wunder, sorgt doch die wohlige Wärme von unten dafür, dass die Hausbewohner selbst im Winter in Socken durchs Haus laufen können und ein angenehmes Wohnklima entsteht. Neben einer Reihe weiterer Vorteile gibt es aber auch bei der Fußbodenheizung ein paar Nachteile – wie bei jeder Form des Heizens.

Nehmen wir aber zunächst die Vorteile genauer unter die Lupe:

  • Eine Fußbodenheizung leitet Wärme vom Boden nach oben und lässt sie auch von Wänden und Decken abstrahlen, wodurch sie sehr gleichmäßig verteilt wird. So lässt sich schon durch eine geringe Temperatur eine ausreichende Raumwärme erzeugen. Der Effekt: weniger Energieverbrauch und damit ein Plus für Geldbeutel und Umwelt.
  • Im Vergleich zu einer Radiatorheizung sind die Betriebskosten einer Bodenheizung etwa zehn Prozent niedriger. Wartungskosten entstehen praktisch keine, und wer dann auch noch über das Geschick verfügt, seine Fußbodenheizung selbst zu verlegen, spart nochmal kräftig. Aber auch wer die Installation lieber dem Fachmann überlässt, zahlt nicht groß drauf: Laut einer Studie der Freien Universität Berlin im Auftrag des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen sind Material- und Arbeitskosten ungefähr genauso hoch wie beim Einbau einer Radiatorheizung.
  • Die gleichmäßig verteilte Wärme erzeugt nicht nur ein Wohlfühlklima für die Bewohner, sondern ist auch gut für die Bausubstanz: Außenwände und Zimmerecken bleiben nicht kalt, sodass sich keine Feuchtigkeit niederschlägt, die zu Schimmelbildung führen könnte.
  • Dank des Niedertemperatursystems kann eine Fußbodenheizung auch gut mit Wärmepumpen und Solarthermie kombiniert werden – ein zusätzlicher Gewinn in Sachen Energiesparen und Umweltschutz.
  • Eine Fußbodenheizung wird unterhalb des Bodenbelags verlegt, sie ist also überhaupt nicht im Raum sichtbar. Dies schafft mehr Platz für Möbel und ermöglicht eine flexible Raumgestaltung.
  • Während konventionelle Heizkörper regelmäßig gereinigt bzw. abgestaubt werden müssen, entfällt dies bei einer Bodenheizung. Auch wird kein Staub aufgewirbelt, was eine große Erleichterung für Menschen mit Hausstaubmilbenallergie oder Asthma sein kann.

Fußbodenheizung elektrisch oder warmwasserbetrieben?

Wer sich für den Einbau einer Fußbodenheizung entscheidet, muss noch eine weitere Wahl treffen: elektrische Fußbodenheizung oder warmwasserbetrieben? Es gibt es Vor- und Nachteile für die eine wie die andere Variante.

Elektrische Fußbodenheizung: Hoher Stromverbrauch

Bei elektrischen Fußbodenheizungen handelt es sich um Direktheizungen, d.h. sie wandeln die elektrische Energie nahezu komplett und direkt in Wärme um. Das ist zwar grundsätzlich energieeffizient, aber bei der Stromproduktion bis zur Wärmeumwandlung entstehen auch große Energieverluste. So verbraucht die elektrische Fußbodenheizung mehr Strom und verursacht dadurch auch höhere Stromkosten. Sie ist deshalb weniger als ausschließliche Heizung mit flächiger Auslegung im ganzen Haus geeignet, sondern eher zum Beheizen von kleineren Räumen wie Bädern und Küchen.

Ein Vorteil: Die elektrische Variante ist einfacher zu installieren als die Warmwasser-Version – und auch die Gefahr von Wasser-Leckagen besteht hier nicht. Passiert ein solcher „Unfall“ bei einer wasserbetriebenen Fußbodenheizung, muss gegebenenfalls der gesamte Estrich aufgestemmt werden, was entsprechend hohe Reparaturkosten verursacht. Deshalb ist eine wasserführende Fußbodenheizung auch Bestandteil in Haftpflicht- und Hausrat-Versicherungen, eine Elektro Fußbodenheizung hingegen nicht.

Fußbodenheizung Regelung: Exakt bei elektrischer Variante

Ein weiterer Nachteil der Warmwasser-Variante: Um eine Wohlfühltemperatur zu erreichen, wird eine relativ lange Vorlaufzeit benötigt. Elektrische Fußbodenheizungen reagieren vergleichsweise schneller und können innerhalb kürzester Zeit auf die gewünschte Temperatur hochheizen. Über Thermostate kann die Temperatur exakt geregelt, Ein- und Ausschaltzeiten können genau ausgesteuert werden.

Auch beim Einbau punktet die elektrische Variante: Sie wird praktisch wie ein Teppich auf dem Estrich ausgelegt, Bodenbelag drüber – fertig.  Somit eignet sie sich auch für den nachträglichen Einbau zum Beispiel bei einer Altbausanierung.

Fazit: Individuell entscheiden und beraten lassen

Grundsätzlich gilt: Die genannten Nachteile können sich je nach individueller Situation auch in Vorteile wandeln. Ein grundsätzliches Plädoyer für die eine oder die andere Variante wollen wir nicht aussprechen, vielmehr sollte die Entscheidung unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten und nach eingehender Beratung durch einen Fachmann getroffen werden.

Und wenn die richtige Entscheidung getroffen und Ihre Fußbodenheizung schließlich verlegt ist, brauchen Sie nur noch eines: Den passenden Heizstrom-Tarif. ;)

Zurück zur Übersicht
Nachtspeicherheizung
Wärmepumpe
Benötigen Sie Hilfe zur Tarif-Berechnung?
Welche Art Heizstrom nutzen Sie?
Haben Sie einen eigenen Zähler für Heizstrom?
Haushaltsstrom
Heizstrom
Ihr Zähler für Heizstrom hat nur ein Zählwerk und unterscheidet nicht nach HT (Hochtarif, meist tags) und NT (Niedertarif, meist nachts)
Haushaltsstrom
Heizstrom
Ihr Zähler für Heizstrom hat zwei Zählwerke und unterscheidet nach HT (Hochtarif, meist tags) und NT (Niedertarif, meist nachts)
Haushaltsstrom und Heizstrom in einem Zähler
Sie haben nur einen Zähler, der den Verbrauch für Haushalts- und Heizstrom gemeinsam erfasst.
Ihr Zähler für Heizstrom hat nur ein Zählwerk und unterscheidet nicht nach HT (Hochtarif, meist tags) und NT (Niedertarif, meist nachts)
Ihr Zähler für Heizstrom hat zwei Zählwerke und unterscheidet nach HT (Hochtarif, meist tags) und NT (Niedertarif, meist nachts)
kWh
kWh