Heizen wir bald nur noch mit Strom?

Heizstrom -

Experten sagen Ende von Öl- und Gasheizung voraus

Auch wenn Öl zurzeit günstig ist, Gas Heizungen weit verbreitet sind und Holz im Trend zu liegen scheint: In Zukunft werden wir vermehrt mit Strom heizen. Davon sind Experten überzeugt.

„Langfristig werden die zunehmend grüner werdenden Stromnetze, kombiniert mit der dezentralen Nutzung erneuerbarer Energieträger, die Energieversorgung von Gebäuden und Quartieren abdecken“, zitiert welt.de den Leiter des Institutes für Gebäude- und Solartechnik an der TU Braunschweig, Professor Norbert Fisch.

Heizt der Norden bald anders als der Süden?

In Dänemark ist es schon so weit: Seit 2013 ist dort der Einbau von Öl- oder Gasheizungen bei Neubauten verboten. Dafür nutzen die Dänen den reichlich vorhandenen Strom aus Windkraftanlagen, um mittels Elektrowärmepumpen zu heizen. Ähnliches ist nach Ansicht von Fachleuten für Norddeutschland denkbar. Anders sieht es dagegen in Süddeutschland aus. Hier liefert die Sonne vor allem im Winter bei weitem nicht so viel Energie wie die zahlreichen Windkraftanlagen an der See.

Zunehmende Nachteile bei Pellets, Holz, Öl und Gas

Fossile Brennstoffe haben meist eines gemeinsam: Sie müssen bevorratet und gelagert werden. Das braucht Platz und erfordert oftmals Vorauskasse. Zudem sind die Öl- und Gasvorkommen begrenzt. Auch Holz und Pellets stehen längst nicht unbegrenzt zur Verfügung. Vergleichsweise günstig sind etwa die Pellets vor allem, weil die Nachfrage sich in Grenzen hält. Der Preis würde bei höherem Bedarf voraussichtlich stark steigen. Weitere Vorgaben aus Berlin oder Brüssel könnten den Einbau von Heizsystemen für fossile Brennstoffe in absehbarer Zeit gänzlich unattraktiv oder gar unzulässig machen. Auch Blockkraftheizwerke stellen bisher keine wirklich zukunftsträchtige Lösung dar, weil sie zwar sehr effizient sind, in der Regel aber mit Öl oder Gas betreiben werden.

Heizen mit Strom hat viele Vorteile – die Fußbodenheizung kommt

„Wir gehen einer Strom-Gesellschaft entgegen“, erklärt Professor Fisch. Wärmepumpen werden künftig eine immer größere Rolle beim Heizen spielen. Die Folge: Fußbodenheizungen sind auf dem Vormarsch. Denn während herkömmliche Heizkörper sehr stark erhitzt werden müssen, um einen Raum zu heizen, erwärmt die Fußbodenheizung den Raum gleichmäßig. Hierfür reicht eine Vorlauftemperatur von 30 Grad und weniger aus. Dabei spielt die Wärmepumpentechnik ihre Effizienz voll aus. Zumal eine Fußbodenheizung nach Angaben von Experten grundsätzlich etwa 10 % weniger Betriebskosten verursacht als Heizkörper. Mit dem richtigen Tarif bietet sie eine zeitgemäße und hocheffiziente Heiztechnik mit Zukunft. (Dieser Tarif ist für alle elektrischen Fußbodenheizungen geeignet, die mit Heizstrom betrieben werden; der Wärmepumpenstrom für wasserführende Fußbodenheizung, die per Wärmepumpe versorgt werden.)

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