Wärmepumpe – die Heiztechnik der Zukunft?

Wärmepumpe -

„Prognosen sind schwierig – besonders, wenn sie die Zukunft betreffen!“ Das hat ein kluger Kopf einmal erkannt. Trotzdem wagt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE Freiburg jetzt einen mutigen Ausblick: Im Jahre 2050 wird laut einer Studie („Wege zur Transformation des deutschen Energiesystems bis 2050“) die elektrische Wärmepumpe die vorherrschende Heiztechnik stellen und die bislang führende Öl- und Gasheizung als Wärmequelle abgelöst haben. Bis zu 80 % aller Heizungen für einzelne Gebäude könnten dann nach Einschätzung der Experten auf dieser Technik basieren. Nach Überzeugung der Wissenschaftler steigt der Stromverbrauch besonders in Gebäuden und im Verkehr weiter an – bei gleichzeitig ebenfalls zunehmender Menge an produziertem Strom. Verbrennungsmotoren werden immer mehr von elektrisch angetriebenen Motoren – wie etwa der Wärmepumpe – verdrängt.

Von großer Bedeutung für die Energiewende

Aus Sicht der Wissenschaftler spielt die Wärmepumpe eine wichtige Rolle bei der Energiewende und kann entscheidend dazu beitragen, das Klimaziel der Bundesregierung zu erreichen: Die CO2-Emissionen sollen bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Grund genug für Karl-Heinz Stawiarski, den Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe, an die Politik zu appellieren, bessere Bedingungen für die Wärmepumpe zu schaffen. Strom sei im Vergleich zu fossilen Energieträgern zu hoch mit Abgaben belastet und damit zu teuer, erneuerbare Energien dadurch zu unattraktiv für viele Verbraucher.

Prinzip Wärmepumpe – eine Idee mit Geschichte

Was heute als Wärmesystem der Zukunft gilt, hat eine lange Geschichte: Schon 1824 gab es eine Veröffentlichung über das Prinzip. 1852 wies Lord Kelvin nach, dass diese Methode sich zum Heizen eignet, die erste erdgekoppelte Wärmepumpe ging in den USA 1945 in Betrieb. In Deutschland wurde 1968 das erste erdgekoppelte Wärmepumpen-System mit Niedertemperatur-Fußboden-Flächenheizung von Klemens Oskar Waterkotte entwickelt und eingesetzt.

Förderung Wärmepumpe: Das rechnet sich!

Heute werden Wärmepumpen von verschiedenen Herstellern angeboten, die Kosten liegen grob zwischen 10.000 und 20.000 Euro, wobei die Erschließung der Wärmequellen und die Installation je nach Gegebenheiten und eingesetzter Technik die Endkosten stark beeinflussen. Da Wärmepumpen bereits vorhandene Energie aus der Umgebung nutzen, sind sie enorm umweltschonend und werden darum staatlich gefördert – durch Zuschüsse und Kredite. Wer sich für eine Wärmepumpe entscheidet, bekommt also unter Umständen Geld geschenkt – oder wenigstens günstig gepumpt. Es lohnt sich, das mal durchzurechnen. Und wer dann noch den richtigen Tarif für Wärmepumpenstrom hat, spart sogar doppelt …

Zurück zur Übersicht
Nachtspeicherheizung
Wärmepumpe
Benötigen Sie Hilfe zur Tarif-Berechnung?
Welche Art Heizstrom nutzen Sie?
Haben Sie einen eigenen Zähler für Heizstrom?
Haushaltsstrom
Heizstrom
Ihr Zähler für Heizstrom hat nur ein Zählwerk und unterscheidet nicht nach HT (Hochtarif, meist tags) und NT (Niedertarif, meist nachts)
Haushaltsstrom
Heizstrom
Ihr Zähler für Heizstrom hat zwei Zählwerke und unterscheidet nach HT (Hochtarif, meist tags) und NT (Niedertarif, meist nachts)
Haushaltsstrom und Heizstrom in einem Zähler
Sie haben nur einen Zähler, der den Verbrauch für Haushalts- und Heizstrom gemeinsam erfasst.
Ihr Zähler für Heizstrom hat nur ein Zählwerk und unterscheidet nicht nach HT (Hochtarif, meist tags) und NT (Niedertarif, meist nachts)
Ihr Zähler für Heizstrom hat zwei Zählwerke und unterscheidet nach HT (Hochtarif, meist tags) und NT (Niedertarif, meist nachts)
kWh
kWh