Was ist der Unterschied zwischen Tagstrom und Nachtstrom?

Nachtspeicherheizung -

Heizen mit Strom: Nachtstrom – was ist das eigentlich?

Was bedeutet HT? Was heißt NT? Und wer sollte das wissen?

Der Strom, der nachts aus der Steckdose kommt, unterscheidet sich nicht von dem Strom, der tagsüber fließt. Trotzdem gibt es einen Unterschied: Die Tarife sind verschieden. Nachtstrom – auch NT (für Nieder-Tarif) genannt – ist günstiger als Tagstrom, der auch als HT (Hoch-Tarif) bezeichnet wird.

Warum ist Strom in der Nacht billiger?

Ob Industrie, Gewerbe, Handel oder Privathaushalte: Der größte Energiebedarf besteht in der Regel während des Tages. So steigt zur Mittagszeit der Bedarf deutlich an, wenn Herde und Waschmaschinen im Einsatz sind. Ein Großteil der energieintensiven Produktion wird ebenfalls tagsüber gefahren. Nachts oder am Wochenende dagegen ist der Stromverbrauch vergleichsweise gering. Da Strom nicht „gelagert“ werden kann, besteht seitens der Energieerzeuger Interesse, die Kraftwerke auch nachts auszulasten. Als Anreiz dafür, Verbrauchsspitzen zu meiden oder zumindest zu reduzieren und Strom zeitlich entzerrt abzufragen, bieten die Erzeuger Nachtstrom zu einem niedrigeren Tarif an. Nachtstrom-Verbraucher sparen also im Vergleich zu Tagstrom-Verbrauchern Geld.

Heizstrom für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen

Typischerweise zum Einsatz kommt Nachtstrom bei Nachtspeicherheizungen, die sich nachts aufladen und die Energie in Form von Wärme während des Tages wieder abgeben. Auch für Wärmepumpen bietet sich Nachtstrom an.

Für den Betrieb mit Nachtstrom sind ein Zweitarifzähler oder eine Kombination aus Eintarifzählern erforderlich, die den Heizstrom und den Tagstrom getrennt erfassen. Wann zwischen Tag- und Nachtstrom umgeschaltet wird, entscheidet der Netzbetreiber. Meist beginnt die Zeit des Nachtstromes zwischen 20 und 22 Uhr, während ab 6 Uhr morgens wieder Tagstrom abgerechnet wird.

Die Wahl des richtigen Tarifes kann hunderte Euro sparen

Auch, wenn das Heizen mit Strom gemeinhin nicht zu den wirtschaftlichsten Heizungsarten zählt, können Nachtspeicherheizungen Vorteile bieten: Sie eignen sich etwa für Gebäude ohne Heizungskeller, weil kein zentraler Kessel erforderlich ist, sie benötigen kein Rohrsystem, sind wartungsfreundlich und rasch und ohne viel Aufwand einsetzbar. Zudem ist Strom fast überall verfügbar. Erstaunlich groß zeigen sich die Unterschiede bei den Tarifen: Weil viele Verbraucher immer noch nicht wissen, dass Sie den Heizstrom-Anbieter wechseln können, langen die bisherigen Versorger oft kräftig hin. Einsparungen von mehreren hundert Euro pro Jahr sind für einen Privathaushalt gut möglich. Voraussetzung: Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Spezielle Heizstrom-Tarife sind bundesweit verfügbar. Ein Risiko besteht nicht: Die Versorgung ist zu jeder Zeit gesetzlich garantiert und wird auch beim Wechselvorgang nicht unterbrochen.

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